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Segelschilderwels |
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Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei) Der Segelschilderwels (Glyptoperichthys gibbiceps) ist ein im Amazonasbecken beheimateter Harnischwels und erreicht eine Länge von bis zu 50 cm. Segelschilderwelse sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere. Trotz ihrer Größe sind sie ausgesprochen friedfertig auch gegenüber sehr viel kleineren Fischarten. Begriffserklärung Gibbiceps bedeutet soviel wie Beulenkopf, womit auf eine arttypische Erhöhung der Schädelplatte angespielt wird. Der griechische Gattungsname war lange Zeit Pterygoplichthys, ein Wort, das sich aus pteron (Flosse), hoplisis (Rüstung) und ichthys (Fisch) zusammensetzt. Diese Gattung besteht heute noch, doch wurde der Waben-Segelschilderwels in die Gattung Glyptoperichthys gestellt. Herkunft Man kennt ihn seit 1854. Der Österreicher Rudolph Kner verfasste damals die Erstbeschreibung nach einem Exemplar aus dem Rio Negro. Die Art ist jedoch weit verbreitet und lebt nahezu im gesamten Amazonas-Bereich von Peru bis Brasilien, und zwar in unterschiedlichsten Biotopen. Der natürliche Lebensraum Die Art lebt nicht nur in klarem und fließendem Wasser über sandigem, steinigem oder felsigem Grund, sondern auch in nahezu stehendem und trübem Wasser, das voller Holz liegt. Der Wasserchemismus kann recht unterschiedlich sein und liegt im natürlichen Lebensraum bei einer Temperatur zwischen 20 und 30 Grad, einem ph-Wert zwischen 6 und 7,8, einer Karbonathärte bis 5°dGH und einer Gesamthärte die unter 10°dGH liegt. Für Aquarien ist dieser Fisch durch seine Größe nur bedingt geeignet (absolutes Minimum 500 Liter/tier). Im Handel werden diese Tiere mit wenigen Zentimetern verkauft, wachsen aber in den ersten Jahren sehr schnell. Größe und Lebenserwartung In heimatlichen Lebensräumen kann er bis zu 50cm Gesamtlänge erreichen. Im Aquarium hängt die Größe des Exemplars nicht von der Größe des Aquariums ab. Die Annahme, Fische passen sich der Beckengröße an, ist ein Irrglaube. Falls das Wachstum sich doch einstellt, ist dies auf Kümmerwuchs durch zu kleine Becken oder Unterernährung zurückzuführen. In zu kleinen Becken stellt der Fisch seine Schwimmfreudigkeit ein. Die Lebenserwartung liegt in Gefangenschaft bei bis zu 15-20 Jahren, was für einen Fisch eine extrem hohe Erwartung ist. Nahrung Ihre natürliche Nahrung scheint aus Algen und Aufwuchs zu bestehen, doch fressen sie wohl auch Insektenlarven und anderes Wassergetier, vor allem aber Aas. Zur Unterstützung werden Holzfasern benötigt, die abgeraspelt werden. Daher sollte in einem Aquarium eine Wurzel, z.B. aus Moorkienholz nicht fehlen. Fortpflanzung Die Jungtiere, die im Handel anzutreffen sind, sind keine Wildfänge, sondern vorwiegend Teichnachzuchten aus Südostasien. Wie viele verwandte Arten aus den Gattungen Hypostomus oder Liposarcus ist die Art ein Schlammröhrenbrüter. Die Tiere graben in steilen, schlammigen Uferböschungen ihre Laichhöhlen, wo sie die Gelege betreuen und energisch gegen Eindringlinge verteidigen. Da diese Steilufer im Aquarium kaum simulierbar sind, ist eine Nachzucht im Aquarium bislang noch nicht gelungen. Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar |
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