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aquaristic.net - Aquaristik, Terraristik, Teich

Guppy
Poecilia reticulata
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Klasse: Knochenfische (Osteichthyes)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Überordnung: Stachelflosser (Acanthopterygii)
Ordnung: Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes)
Familie: Poeciliidae
Unterfamilie: Lebendgebärende Zahnkarpfen (Poeciliinae)
Gattung: Poecilia

Der Guppy (Poecilia reticulata, früher der Gattung Lebistes zugerechnet und daher als Lebistes reticulata, Lebistes reticulatus bezeichnet) ist einer der beliebtesten Süßwasser-Aquarienfische. Dies liegt wohl in erster Linie an seiner Vermehrungsfreudigkeit: die lebendgebärenden Guppies vermehren sich im Aquarium fast automatisch - daher auch der Name Millionenfisch.

Seine Heimat liegt in Südamerika, nördlich des Amazonas; da der Fisch aber seit langem zur Moskitobekämpfung eingesetzt wird, hat er sich auch in anderen Gebieten rund um die Welt angesiedelt. Die Männchen werden etwa 3,5 cm groß, die Weibchen bis 6 cm. Der Guppy zeigt einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Die Männchen sind kleiner und viel schlanker und farbenprächtiger als die Weibchen. Guppys sind lebendgebärend. Sie betreiben keine Brutpflege und können ihre Jungen sogar als Beute betrachten.

Sie können bei Zimmertemperatur (möglich: 16-30°C; optimal: 24-26°C) gehalten werden. Prachtvolle Importe sind anfällig, da sie Seewasser-Zusatz und Penicillin gewohnt sind. Aquarianer sind mit heimischen Nachzuchten, die das hiesige Wasser gewohnt sind, besser bedient.

In der Bundesrepublik Deutschland gab es Vorkommen mit wildlebenden wahrscheinlich illegal ausgesetzten Guppies in Abwassergräben von Kraftwerken, die auch mehrere Jahre überwinterten.

Bereits mit wenigen Wochen werden die Weibchen schwanger, wobei sie bereits einige Zeit vor der ersten Schwagerschaft befruchtet werden können, da sie den Samen speichern. Will man aus züchterischen Gründen sicher sein, von welchem Männchen die Jungen stammen, sollte man die Weibchen bereits mit 4 Wochen von den Männchen trennen, um sicher zu gehen. Auf die Gesundheit der Weibchen hat eine frühe Schwangerschaft keinen negativen Einfluss. Weibchen, die lange ohne Männchen aufwuchsen, wird aber manchmal eine verminderte Fruchtbarkeit nachgesagt. Aus der Wildform sind vielfältige Zuchtformen geschaffen worden. Sowohl professionelle Züchter als auch Anfänger widmen sich seit vielen Jahrzehnten dem Guppy, und heute existiert eine überwältigende Fülle an Farben, Mustern und Formen. Dabei gibt es für die Züchtung von so genannten Guppy-Stämmen internationale Regeln, welche die verschiedenen Zuchtformen beschreiben: die Stämme werden nach der Form des Schwanzes:

Rundschwanz
Speerschwanz
Spatenschwanz
Fächerschwanz
Leierschwanz
Nadelschwanz
Schleierschwanz
Triangelschwanz

und nach derjenigen des Schwertes:

Oberschwert
Unterschwert
Doppelschwert

und der Körperfarbe und Farbmusterung eingeteilt. Der festgelegte Standard der Guppyzüchter lässt zwölf verschiedene Schwanzformen zu. Hauptsächlich die Form der Schwanzflosse und eine ansprechende Färbung sind Zuchtziele.

Als eigene Art ist vielleicht der so genannte Endlers Guppy zu sehen. Der Bau und die zum "normalen" Guppy andere Ausprägung des Gonopodiums lassen diesen Schluss zu. Die selteneren, relativ rein erhaltenen Exemplare ähneln sehr den Wildformen. Die Endler sind etwas kleiner als die bekannten, in jeder Zoohandlung zu findenden Zuchtformen.

Der Name Guppy geht auf Rev. Robert John Lechmere Guppy (* 1836, † 1916) zurück, der im Jahre 1866 dem Britischen Museum mehrere Exemplare der Spezies sandte. Da man damals weitgehend annahm, die Fische seien mit den bereits bekannten Poecilia reticulata nicht identisch, wurde die Art zunächst als eigene Spezies unter der Bezeichnung Giardinus guppyi beschrieben. Auch wenn die Identität der Guppys mit den Poecilia reticulata heute unbestritten ist, ist ihnen der damalige Name geblieben.

Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar

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