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Lernea (Stäbchenkrankheit)

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Lernea ist ein stäbchenförmiger Parasit dessen Kopfregion ankerförmig gestaltet ist. Mit diesem Kopfanker setzt Lernea sich in der Fischhaut fest, während der Rest des Stäbchens vom Fisch absteht. Lernea macht eine Reihe von Stadien durch. Zum permanenten Parasiten wird aber erst und nur das befruchtete Weibchen. Die Eisäcke hängen wie ein Gabelschwanz am Ende des Stäbchens.

Lernea ernährt sich vom Blut des Fisches, was schließlich auch zu dessen Tod führt.

Die Bekämpfung von Lernea gestaltet sich recht schwierig:

Man kann versuchen die Parasiten mit einer Pinzette abzuziehen, wobei aber häufig der Kopf im Körper zurückbleibt und das führt zu Sekundärinfektionen. Bäder in Kochsalzlösung helfen gelegentlich, meistens jedoch nicht. Andere zum Teil hochgiftige Präparate sind verschreibungspflichtig und sollten niemals im Becken selber angewendet werden.

Da Lernea besonders häufig in Teichen und Flüssen vorkommt, sind in erster Linie Kaltwasserfische befallen. Die Entnahme von Tieren und Pflanzen aus der einheimischen Natur sollte (nicht nur deshalb) unterbleiben. Da die Zierfischgroßhändler oft im Sommer auch die tropischen Zierfische im Freilandbecken halten, findet man Lernea immer häufiger auch in den Warmwasseraquarien an.

Auch durch selbstgefangenes Tümpel-Lebendfutter kann Lernea eingeschleppt werden.

Volker Riekenberg

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