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Ölfilm auf dem Wasser |
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| "Ich hab da so einen öligen Film auf dem Wasser..." - Dieser Film heißt Kahmhaut.
Die Kahmhaut ist eine Ansammlung von Bakterien und Pilzen an der Wasseroberfläche; anfangs ist sie glatt und klar, später wird sie milchig trüb oder sogar grau und schlägt Falten. Wie kommt die Kahmhaut zustande? Bakterien und Pilze ernähren sich von allen möglichen Abfallprodukten des Aquariums (Schadstoffe, überschüssige Nährstoffe) sowie auch von Staubpartikeln der Luft und Zigarettenqualm (nikotinabhängige Bakterien, unglaublich!) trägt auch zur Verstärkung der Kahmhaut bei (ein offenes Becken, welches ich früher im Wohnzimmer stehen hatte, war u.a. deshalb ständig mit dieser Haut überzogen). Wenn diese Bakterien und Pilze sich nun zu stark vermehren können (weil halt zu viele der begünstigenden Faktoren vorhanden sind), dann lagern sie sich an der Wasseroberfläche an und bilden dort diese Haut. Was tun? Bei Bewegung (Strömung) an der Wasseroberfläche wird die Kahmhaut immer wieder aufgerissen und "untergerührt". Ein Oberflächenabsauger (er nimmt das Wasser von der Oberfläche und führt es dem Filter zu) verhindert auch die Bildung der Kahmhaut. Den Turmdeckelschnecken sagt man nach, sie würden die Kahmhaut fressen. Saugfähiges Papier, auf die Oberfläche gelegt und dann wieder abgenommen, nimmt die Kahmhaut mit ab (dieser Vorgang muß einige Male wiederholt werden). Diese Aktivitäten nützen jedoch alle nicht dauerhaft, da das Symptom "Kahmhaut" nur "verschleiert" wird. Wenn zuviel Nähr- und Schadstoffe im Becken sind, dann muß DAGEGEN etwas getan werden: Regelmäßiger Teilwasserwechsel, Bodenreinigung (Mulmglocke), weniger Futter und eventuell auch weniger Dünger, weniger Fische, mehr Pflanzen (es gibt nichts wichtigeres!). Weniger Rauchen im Aquarienzimmer hilft auch! Und wenn nichts getan wird? Die Kahmhaut blockiert den Gasaustausch an der Oberfläche, d.h. die Faulgase können irgendwann nicht mehr austreten und Sauerstoff kann auf diesem Wege nicht mehr ins Becken hinein. Volker Riekenberg |
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