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Harngries

Kastrierte Kater neigen manchmal zur Harnsteinbildung. Die Harnsteine entstehen nicht durch zuviel Trockenfutter, wie häufig behauptet wird, sondern dadurch, daß der Kater zu wenig trinkt. Wenn ihr Kater genügend Flüssigkeit zu sich nimmt, wird er mit größter Wahrscheinlichkeit keine Probleme mit Harnstein bekommen.

Aus eigener Erfahrung kenne ich dieses Problem sehr genau. Bei meinem Kater begann es so, daß er morgens gelegentlich miaute und würgte. Zunächst machte ich mir keine Sorgen, denn ich vermutete, daß er nur wieder zu viel Katzengras gefressen hatte, welches er jetzt wieder herauszuwürgen versuchte. Bis zum Nachmittag war dann erst einmal alles normal. Gegen abend bemerkte ich, daß es sich recht häufig zwischen den Beinen putzte. Nachdem ich meine Katzen gefüttert hatte, begann er wieder zu würgen und sein Futter kam im hohen Bogen herausgeschossen. Anschließend habe ich ihn sofort in den Transportkorb gesetzt und bin zum Tierarzt gefahren.

Dieser bemerkte sofort, daß die Blase stark gefüllt war. Daraufhin vermutete er sofort, daß sich Harngries im Harnkanal befinde und er setzte den Kater unter Narkose. Außerdem wies er mich darauf hin, daß mein Kater die Nacht vermutlich nicht überlebt hätte. Der Kater überstand die Operation gut und ich konnte ihn wieder mit nach Hause nehmen.

Damit sich nicht wieder neuer Harngries bildet, bekam ich eine spezielle Paste mit, die ich ihm unter das Futter mischen mußte. Diese Paste bewirkt, daß sich der pH-Wert des Urins senkt, damit kein neuer Harngries entstehen kann bzw. bestehender aufgelöst wird. Zwar muß der Kater die Paste bis zu seinem Lebensende erhalten, aber dadurch wird er nie wieder Probleme dieser Art bekommen.

Als billigerer Alternative gab der Tierarzt mir noch den Tip, zweimal im Monat für 2 bis 3 Tage Kiwi unter sein Futter zu mischen. Da mein Kater das mit Kiwi angereicherte Futter sogar lieber frißt als die Paste, bekommt er jetzt also regelmäßig seinen Kiwi-Dosenfutter-Brei. Zusätzlich gebe ich ihm auch noch täglich einen kräftigen Schuß Wasser in sein Futter.

Seitdem ich dieses konsequent durchführe, hat er keinerlei Probleme mehr gehabt.

Achten Sie auch auf den Härtgrad ihres Trinkwassers, denn je härter das Wasser ist, desto größer wird die Gefahr der Harnsteinbildung. Sollte ihr Trinkwasser stark kalkhaltig sein, geben sie es durch einen speziellen Filter, bevor sie es ihrer Katze zum Trinken geben.

Oliver Kube

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