Anzeige: |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Viscacha |
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Überordnung: Euarchontoglires Ordnung: Nagetiere (Rodentia) Unterordnung: Stachelschweinverwandte (Hystricomorpha) Teilordnung: Meerschweinchenverwandte (Caviomorpha) Familie: Chinchillas (Chinchillidae) Gattung: Lagostomus Die Viscacha ist eine Nagetiertierart aus der Familie der Chinchillas (Chinchillidae). Um sie von den Hasenmäusen (oder Bergviscachas) besser abzugrenzen, wird sie manchmal auch als Flachland-Viscacha bezeichnet. Sie sind in den Grasländern des südlichen Südamerikas (im südlichen Bolivien, Paraguay und dem nördlichen und mittleren Argentinien) verbreitet. Viscachas sind verhältnismäßig große Nagetiere. Sie erreichen ein Gewicht von bis zu 8 Kilogramm und eine Kopfrumpflänge von 47 bis 66 Zentimetern. Ihr Fell ist an der Oberseite hellbraun oder grau gefärbt, die Unterseite ist weiß. Markantestes Merkmal ist der massive, schwarz-weiß gestreifte Kopf. Viscachas haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Sie leben in Gruppen von 15 bis 30 Tieren zusammen, die aus einem bis drei Männchen, etlichen Weibchen und deren Nachwuchs bestehen. Sie errichten große Gemeinschaftsbaue mit zahlreichen Tunneln, Kammern und Querverbindungen. Ein Viscachabau kann eine Fläche von 600 Quadratmetern umfassen und bis zu 30 Eingängen haben. Viscachagruppen werden von den Weibchen dominiert, die zeitlebens in ihrem Bau bleiben, die Männchen verlassen nach der Paarungszeit oft freiwillig die Gruppe oder werden von Konkurrenten vertrieben. Sie sind nachtaktiv und verlassen den Bau am Abend zur Nahrungssuche. Ihre Nahrung ist rein pflanzlich und besteht vorwiegend aus Samen und Gräsern. Nach rund 150-tägiger Tragzeit bringt das Weibchen meist zwei Jungtiere zur Welt. Diese werden rund acht Wochen lang gesäugt und sind mit acht (Weibchen) bzw. 15 (Männchen) Monaten geschlechtsreif. Viscachas gelten als Plage, da ihre Baue oft Felder verwüsten und weil manchmal Weidevieh einbricht und sich dabei Beinverletzungen zuzieht. In Argentinien wird aber ihr Fleisch oft gegessen. Dennoch sind Viscachas häufig und zählen nicht zu den bedrohten Tierarten. Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||