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Marsupialia - Beuteltiere
Bücher über Beuteltiere

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Stamm: Chordatiere (Chordata)
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Säugetiere (Mammalia)

Die Säugetierentwicklung auf der Erde begann vor ca. 210 Millionen Jahren, die Säugetiere lebten also neben den Dinosauriern. Im Zeitalter der Oberkreide (vor 60 bis 100 Millionen Jahren) waren die Beuteltiere wesentlich häufiger als die höheren Säugetiere (Placentalia). Bereits zu Beginn des Tertiär (ca. 60 Millionen Jahre) wurden die Beuteltiere in ihr heutiges Verbreitungsgebiet verdrängt.

In Nord- und Südamerika leben heute nur noch Angehörige der Familie Didelphidae (Beutelratten), zu der die Opossums gehören. Die eigentliche Artenvielfalt beschränkt sich daher auf den australischen Raum samt seiner vorgelagerten Inseln. In Asien, Europa und Afrika fehlen Beuteltiere heutzutage völlig.

Sämtliche ökologischen Nischen sind in Australien durch Beuteltiere besetzt. Kaninchen z.B. wurden durch die allbekannten Känguruhs vertreten, der Wolf durch den Beutelwolf und die Hörnchen durch die Kletterbeutler.

Die Jungen der Beuteltiere werden in wenig entwickeltem Zustand, quasi im Embryonalzustand, geboren. Im Beutel der Weibchen saugen sich die Jungen an einer Zitze fest. Jetzt beginnt die eigentliche Weiterentwicklung zum Jungtier.

Noch urtümlicher als die Beuteltiere sind das australische Schnabeltier und der Ameisenigel. Diese beiden skurilen Vertreter gehören zu den Kloakentieren (Ordnung Monotremata) oder eierlegenden Säugetieren, die rezent (heutzutage) nur noch mit drei Gattungen vertreten sind. Es werden tatsächlich wie bei den Reptilien Eier aus einer Kloake abgelegt, aus denen wiederum Jungtiere im Embryonalzustand schlüpfen. Die Weibchen der Schnabeltiere besitzen noch nicht einmal einen Beutel und auch Zitzen sind nicht vorhanden, sondern die Milch wird in einem sogenannten Milchfeld abgesondert und von den Jungtieren aufgeleckt. Als Zeichen hoher Spezialisierung dieser Tiere wurde ein Schnabel ausgebildet oder wie beim Ameisenigel die völlige Rückbildung des Gebisses. Eine weitere Besonderheit ist ein mit Gift bewaffneter Hornstachel am Hinterfuß des männlichen Schnabeltieres. Es ist somit das einzige giftige Säugetier. Zusammenfassend kann man sagen, daß es sich bei den Monotremata um lebende Fossilien handelt.

Mathias Henschel

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