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Laubfrösche i.w.S.
Familie Hylidae

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Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Amphibien / Lurche (Amphibia)
Unterklasse: Lissamphibia
Überordnung: Salientia
Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Moderne Froschlurche (Neobatrachia)

Laubfrösche im weiteren Sinne (Hylidae) sind eine Familie von kletternden Froschlurchen. Weltweit sind etwas mehr als 800 Arten bekannt; damit handelt es sich um die artenreichste Familie in der Klasse der Amphibien nach den Südfröschen.

Merkmale, Vorkommen

Gemeinsame Merkmale zu benennen, ist bei der Formenfülle nicht einfach (zum Knochenbau vergleiche: Bufonoidea/Hyloidea in Neobatrachia). Laubfrösche im weiteren Sinne haben in der Regel eine glatte Haut, eine kurze Schnauze, lange Sprungbeine und leben überwiegend auf Büschen, Bäumen und anderen Pflanzen. Dank ihrer charakteristischen Haftscheiben an den Finger- und Zehenenden können sie ausgezeichnet klettern. Besonders viele Vertreter dieser Familie bewohnen die tropischen Regenwälder der Erde, speziell auch in Südamerika.

Fortpflanzung

Zum Ablaichen suchen die meisten Arten nachts kleine Weiher oder andere Wasseransammlungen auf (es gibt aber auch abweichende Formen von Brutpflege). Die Männchen verfügen oft über eine große kehlständige Schallblase, mit der sie laute Paarungsrufe erzeugen. Außerdem entwickeln sie, wie viele Froschlurche, teilweise Brunstschwielen an den Daumen und umklammern die Weibchen unmittelbar hinter den Vorderbeinen (= axillarer Amplexus). Der Laich wird oft in nur sehr kleinen Klumpen abgesetzt. Die Kaulquappen besitzen beispielsweise beim Europäischen Laubfrosch einen sehr ausgeprägten Flossensaum, der sich auf dem Rücken weit nach vorn erstreckt.

Taxonomie

Unterfamilie: Hemiphractinae Peters, 1862

Cryptobatrachus Ruthven, 1916
Flectonotus Miranda-Ribeiro, 1920
Gastrotheca Fitzinger, 1843
Hemiphractus Wagler, 1828
Stefania Rivero, 1968

Unterfamilie: Hylinae Rafinesque, 1815

Acris Duméril & Bibron, 1841
Anotheca Smith, 1939
Aparasphenodon Miranda-Ribeiro, 1920
Aplastodiscus Lutz, 1950
Argenteohyla Trueb, 1970
Corythomantis Boulenger, 1896
Duellmanohyla Campbell & Smith, 1992
Hyla Laurenti, 1768 – Laubfrösche
Lysapsus Cope, 1862
Nyctimantis Boulenger, 1882
Osteocephalus Steindachner, 1862
Osteopilus Fitzinger, 1843 – siehe z. B. Kuba-Laubfrosch
Phrynohyas Fitzinger, 1843 – Giftlaubfrösche
Phyllodytes Wagler, 1830
Plectrohyla Brocchi, 1877
Pseudacris Fitzinger, 1843
Pseudis – Wagler, 1830 – Harlekinfrösche
Pternohyla Boulenger, 1882
Ptychohyla Taylor, 1944
Scarthyla Duellman & de Sá, 1988
Scinax Wagler, 1830
Smilisca Cope, 1865 – siehe z. B. Costa-Rica-Laubfrosch
Sphaenorhynchus Tschudi, 1838
Tepuihyla Ayarzagüena, Señaris & Gorzula, 1993
Trachycephalus Tschudi, 1838
Triprion Cope, 1866
Xenohyla Izecksohn, 1998

Unterfamilie: Pelodryadinae Günther, 1858

Cyclorana Steindachner, 1867
Litoria Tschudi, 1838 – Australische Laubfrösche (z. B.: Korallenfinger)
Nyctimystes Stejneger, 1916

Unterfamilie: Phyllomedusinae Günther, 1858 – Greiffrösche

Agalychnis Cope, 1864 – Rotaugenlaubfrösche
Hylomantis Peters, 1873
Pachymedusa Duellman, 1968
Phasmahyla Cruz, 1991
Phrynomedusa Miranda-Ribeiro, 1923
Phyllomedusa Wagler, 1830 – Makifrösche

Nach einer im Jahr 2005 erfolgten Revision der Familie Hylidae muss die bisherige Unterfamilie Hemiphractinae wohl ausgegliedert und entweder der Familie der Südfrösche (Leptodactylidae) zugeordnet oder als separate Familie (Amphignathodontidae) betrachtet werden. Für die verbleibenden Vertreter der Hylidae würden sich weiterhin diverse Umbenennungen und Umsortierungen ergeben.

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