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Molukkenkakadu
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Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Kakadus (Cacatuidae)
Gattung: Eigentliche Kakadus (Cacatua)

Der Molukkenkakadu (Cacatua moluccensis) gehört zu der Familie der Kakadus und ist in Südostasien heimisch.

Aussehen

Die Grundfarbe der Molukken ist weiß. Einzelne Tiere haben auch einen rosa Schimmer über das Gefieder verteilt. Beide Geschlechter zeichnet die rosarote Haube, deren Farbe besonders deutlich beim Aufstellen sichtbar wird, aus. Einige Molukken haben zusätzlich noch im Bereich der Innenseiten der Schwingen und im Schwanzfederbereich gelblich gefärbte Federn. Der Schnabel ist groß und schwarz. Die Füße sind grau-schwarz und sehen aus wie beschuppt. Diese Zeichnung wird zu den Zehen hin größer, wobei die Krallen schwarz sind. Um die Augen haben sie einen weißen Ring. Molukkenkakadus können knapp über 50 cm groß werden.

Verbreitung und Lebensraum

Molukken leben in Indonesien und Ceram in einer Höhe von bis zu 1000 Metern. In vielen Gebieten wurden sie bereits ausgerottet. Der Bestand in freier Natur wird auf ca. 2000 Tiere geschätzt. Grund der starken Gefährdung ist der schwunghafte Wildvogelhandel, hauptsächlich mit der westlichen Welt. Darüber hinaus wird der natürliche Lebensraum der Molukkenkakadus jedoch auch immer mehr eingeschränkt und die Wälder und Sumpfgebiete vernichtet.

In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet halten sich Molukkenkakadus in Waldbereichen, Sumpfgebieten und anderen Biotopen auf. Bewohnte Gebiete werden nicht angenommen.

Ernährung und Lebensweise

Das Nahrungsspektrum der Molukken erstreckt sich über alle möglichen und saisonal zur Verfügung stehenden Wildsämereien, Kräuter und Früchte. Beim Obst wird zumeist nur das Fleisch verzehrt und die Schalen übrig gelassen. Sehr gern werden auch Hölzer zernagt. Dies ist auch für die Schnabelabnutzung unabdingbar.

Es kann davon ausgegangen werden das Molukkenkakadus in freier Natur eine sehr enge Paarbindung eingehen. Die Partner verbringen ihr ganzes Leben miteinander. Es ist jedoch ungeklärt ob sie sich beim Verlust eines Partners eine neue Paarbildung ergibt.

Verhalten und Fortpflanzung

Da auch Molukkenkakadus sehr sozial lebende Vögel sind, trifft man sie häufig in kleineren bis mittleren Gruppen an. Dem Brutgeschäft gehen die Paare wahrscheinlich getrennt und alleine, jedoch vermutlich immer in der Nähe der Gruppe, nach. Es kann auch davon ausgegangen werden, dass alle geschlechtsreifen Tiere der Gruppe gleichzeitig mit der Brut beginnen. Die Tiere sind äußerst scheu und vorsichtig und ergreifen bei Störungen die Flucht. Gesicherte Freilandbeobachtungen liegen bis heute nicht vor. Die Stimme der Molukkenkakadus ist sehr durchdringend. Sie sind aber auch in der Lage, Pfeiftöne von sich zu geben und einige andere Geräusche nachzuahmen. Ihr Sprachtalent ist eher unterentwickelt. Die meisten Molukken können nur einige Wörter der menschlichen Sprache erlernen und wiedergeben.

In freier Natur beginnt die Brutsaison, welche bei uns in die Sommermonate fällt. Zwei Bruten sind möglich. Ihre Bruthöhlen befinden sich in großen Höhen; die Höhlen sind wahrscheinlich sehr tief. Das Eigelege besteht aus zwei bis drei Eiern.

Heimtierhaltung

Einige Kakadu-Arten sind beliebte Heimtiere. Kakadus brauchen, wie alle anderen Papageienarten auch, sehr viel Zuwendung. Eine artgerechte Haltung ist daher auch nur mit mindestens einem Partnervogel derselben Art möglich. Werden den Vögeln keine idealen Lebensumstände ermöglicht, kommt es schnell zu psychischen Problemen bei den Tieren, die sich vor allem in Dauergeschrei und Rupfen der Federn äußern.

Sollte man sich dennoch für ein solches Heimtier entscheiden, muss man sich gewisser Probleme bewusst sein. Auf Grund der speziellen Federstruktur und der Ausbildung spezieller Puderdunen produzieren die meisten Kakadus große Mengen an Staub, der sich im gesamten Raum niederlässt. Außerdem haben die meisten Kakadus ein ausgeprägtes Nagebedürfnis, vor dem auch Möbel nicht gefeit sind. Die Stimme dieser Papageien ist ebenfalls sehr laut, und besonders in Dämmerungszeiten sind sie sehr aktiv. Sie brauchen täglich genügend Freiflug in der Wohnung, wenn sie in einer Zimmervoliere gehalten werden, oder aber eine geräumige Außenvoliere mit frostgeschütztem und beheizbarem Innenraum. Von Käfighaltung sollte man wegen des großen Bewegungsdranges der Tiere unbedingt absehen.

Wichtig ist auch, sich vor dem Kauf über die individuelle Herkunft der Vögel zu informieren. Wildfänge stehen heute glücklicherweise kaum noch zum Verkauf, sind in der Zähmung problematischer und artenschutzrechtlich bedenklich. Handaufgezogene Nachzuchten gefangener Vögel sind zwar von Beginn an zahm, aber häufig schlecht sozialisiert, was zu sexuellen Defiziten führen kann, womit die Kakadus für die Nachzucht unbrauchbar werden. Außerdem neigen die Vögel dazu, sich sehr eng an eine bestimmte Bezugsperson zu binden, bei deren Abwesenheit sie leicht zu Problemtieren werden. Die offenbar beste Wahl sind Jungvögel, die von Beginn an Kontakt zum Menschen hatten, aber mit Artgenossen aufgewachsen sind. Diese werden problemlos zahm, sind aber ausreichend sozialisiert, um sich an einen Partner derselben Art binden zu können, was die Basis für artgerechte Papageienhaltung ist.

Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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