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Überstamm: Neumünder (Deuterostomia)
Stamm: Chordatiere (Chordata)
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)

Zu der Klasse der Aves gehören ca. 9000 Arten auf der ganzen Welt. Je nachdem von welchem Wissenschaftler die Systematik der Vögel erstellt wurde, erhält man eine unterschiedliche Zahl an Ordnungen (etwa 24). Die größte dieser Ordnungen ist die Ordnung Passeriformes (Singvögel). Zu ihr gehören etwa die Hälfte aller Vogelarten.

Als ältester bekannter Vogel gilt der Archaeopteryx, der in 6 Exemplaren im Solnhofener Malmkalk in Deutschland gefunden wurde und vor ca. 150 Millionen Jahren lebte. Allerdings muß gesagt werden, daß es sich nicht um den direkten Vorfahren unserer heutigen Vögel handelt, sondern daß die heutigen Vögel und der Archaeopteryx aus einem gemeinsamen (bisher unbekanntem) Vorfahren hervorgegangen sind.

Die urzeitlichen Vögel besaßen einen bezahnten Schnabel. Diese Bezahnung taucht bei keinem heute lebendem Vogel auf.
Hervorgegangen sind die Vögel aus den sogenannten Thecodontiern, einer Gruppe theropoder Saurischia, also einem Zweig der Dinosaurier. Daraus folgt, daß die Dinosaurier nicht ausgestorben sind, sondern noch heute an unserem Himmel ihre Kreise ziehen.
Die ursprünglichen Vögel hatten noch Krallen an ihren Vordergliedmaßen, die ihnen das Klettern erleichterten. Dieses Merkmal tritt heutzutage nur noch bei einer in Südamerika lebenden Art auf, dem Hoatzin. Die Jungvögel der Hoatzins besitzen noch zwei Krallen, die sie zum Klettern benutzen. Im Laufe der Entwicklung zum Altvogel verschwinden diese Krallen wieder.

Das Merkmal, welches alle Vögel verbindet ist das Federkleid. Das Gefieder hat die unterschiedlichsten Aufgaben. Es schützt vor Wärme und Kälte, ermöglicht das Fliegen, dient der Tarnung und unterstützt die Balz.

Die Schnäbel der Vögel treten in nahezu unendlich vielen Formen und Farben auf. Sie sind bei vielen Vögeln extrem an die Lebensweise angepasst.

Die Zahl der Zehen schwankt bei Vögeln zwischen zwei bis vier Zehen. Bei den meisten Vögeln sind es vier Zehen, von denen drei nach vorne gerichtet sind und einer nach hinten. Papageien weichen hiervon ab, bei ihnen sind zwei Zehen nach vorn gerichtet und zwei nach hinten, dies begünstigt das Klettern auf Ästen.

Besonders gut entwickelt sind die Augen der Vögel, mit denen sie jede Bewegung blitzschnell wahrnehmen. Bei Greifvögeln und nachtlebenden Vögeln ist das Sehvermögen noch mehr geschärft als bei den Tagaktiven.

Dahingegen ist der Geruchssinn bei allen Vögeln unterentwickelt.

Oliver Kube

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